Mit Pia Widmesser in der freien Wildbahn

Waghalsig. Der Skifilm „As We Are“ zeigt nicht nur unglaubliche Freeski-Action. Er erzählt auch von der Freundschaft zwischen sechs Frauen - eine davon ist Pia Widmesser aus Kiefersfelden.

Alaska, Chile, Norwegen: In ihrer noch jungen Karriere als Freeriderin ist Pia Widmesser schon weltweit Hänge heruntergedonnert. Während sie ab Januar als erste Deutsche gegen sieben weitere Fahrerinnen auf der „Freeride World Tour” (vergleichbar dem alpinen World Cup) um Punkte kämpft, läuft parallel der erste Skifilm mit ihrer Beteiligung an: „As we are”. Zu sehen ist die - für dieses Genre ungewöhnlicherweise rein weiblich besetzte - Produktion am Dienstag, 14. Dezember, um 20 Uhr im Ballhaus Rosenheim. Ins Leben gerufen hat den Streifen die österreichische Freeriderin Sandra Lahnsteiner.
Freeride "As we are" movie
„Ich lag auf Costa Rica am Strand, als Sandra anrief”, erinnert sich Widmesser. Die Kiefersfeldener BWL-Studentin zögerte keine Sekunde, schließlich plant sie, auf Skiern ihren Lebensunterhalt zu verdienen. „Bisher ist nur der Winter finanziert”, lacht sie.
Auf ersten Expeditionen hat sie sich gut geschlagen. Kein Wunder, Widmesser steht seit dem zweiten Lebensjahr auf den Brettern. Zuerst für den WSV Oberaudorf im alpinen Rennsport, als Teenager dann im Skicross. „Hier hab ich das Springen gelernt”, erinnert sich die 26-Jährige. Ein Kreuzbandriss ließ sie dann wieder Disziplinen wechseln: „Freeride ist ganz klar eine Risikosportart”, ist sich Widmesser bewusst. Doch dabei trage sie das Risiko für sich selbst. Vorher habe sie immer damit rechnen müssen, dass ihr jemand ins Genick springe.

Die spektakulären Sprünge der sechs Athletinnen hat unter anderem Mathias Bergmann eingefangen, der als riesen Talent hinter der Kamera gilt. Ein paar Szenen, erzählt
Widmesser stolz, durfte auch ihr Bruder drehen. Der suche gerade einen Ausbildungsplatz als Kameramann - wenn das keine Visitenkarte wurde...

Der Streifen jedenfalls dürfte nicht nur Freeride-Freunde begeistern. Indem Regiesseurin Sandra Lahnsteiner die Protagonistinnen auch privat zeigt, zudem jede ihren „Homespot” vorstellen lässt, entpuppt sich „As we are” als Sport-, Road- und Buddymovie gleichermaßen.
Pia Widmesser jedenfalls hat Blut geleckt. Ein weiteres Projekt ist bereits in Planung. Diesmal zusammen mit einer Schwedin. Mehr verrät sie noch nicht. Bis es so weit ist: Ab in „As we are”.
 
Aus: Rosenheimer Nachrichten: von Christian Topel  - 01.12.2010

Foto: Freeride World Tour

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Aktualisierung: 06.12.2010 - 14:55 / Redakteur: Wolfgang Schmidt
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